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Episkleritis: Ursachen, Risikofaktoren, Behandlungsmöglichkeiten

Bei der Episkleritis handelt es sich um eine Entzündung im Auge. Betroffen ist vor allem die Episklera – eine feine Bindegewebsschicht, die unterhalb der Lederhaut liegt. Im Vergleich dazu bezieht sich eine Skleritis direkt auf die Lederhaut (Fachbegriff Sklera). Beide Formen haben gemeinsam, dass sie häufig durch andere Krankheiten ausgelöst werden, zum Beispiel durch Autoimmunerkrankungen. Welche Ursachen für eine Episkleritis noch infrage kommen, welche Menschen besonders häufig betroffen sind und warum du bei Augenkrankheiten immer einen Experten zurate ziehen solltest, erfährst du nachfolgend.

Was ist eine Episkleritis?

Der weisse, undurchsichtige Mantel des Augapfels wird als Lederhaut oder Sklera bezeichnet. Er übernimmt eine Schutzfunktion für das Augeninnere und trägt zur runden Augenform bei. Die Episklera, eine hauchdünne Schicht aus Bindegewebe, liegt direkt darunter. Während es sich bei der Skleritis um eine tiefe Entzündung der Lederhaut handelt, die häufig mit Komplikationen einhergeht, ist eine Episkleritis in der Regel harmlos. Sie breitet sich oberflächlich aus, geht jedoch nicht in die Tiefe, weshalb auch die Symptome schwächer ausgeprägt sind. Eine Episkleritis tritt bei jungen Erwachsenen und Frauen häufiger auf. Kinder sind hingegen seltener betroffen.

Welche Symptome treten bei einer Episkleritis auf?

Die Symptome einer Episkleritis sind sehr vielfältig und reichen von einer Rötung über Schwellungen bis hin zu Schmerzen. Bei einer stark ausgeprägten Episkleritis ist oftmals die gesamte Lederhaut gerötet – in der Regel beschränkt sich die Entzündung jedoch auf einen kleinen Bereich des Augapfels. Weitere mögliche Symptome einer Episkleritis sind:

  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • erhöhter Tränenfluss
  • erhöhte Sensibilität
  • Druckgefühl

Bei einer diffusen Form der Episkleritis sind die Beschwerden denen einer Bindehautentzündung sehr ähnlich. Handelt es sich um eine Skleritis, geht diese mit starken Schmerzen her, die sich bei Bewegungen des Auges häufig verstärken (Bewegungsschmerz).

Wodurch wird eine Entzündung der Sklera im Auge verursacht?

Eine Entzündung der Sklera oder Episklera wird nur in seltenen Fällen durch Viren oder Bakterien verursacht. Stattdessen sind meist andere Gesundheitsprobleme für die Augenkrankheit verantwortlich. Dies gilt insbesondere für Autoimmunerkrankungen wie

  • Rheuma
  • Morbus Crohn
  • rheumatische Arthritis

Des Weiteren können verschiedene Infektionskrankheiten mit einer Episkleritis einhergehen, zum Beispiel

  • Tuberkulose
  • Gürtelrose
  • Borreliose

Welche Augenkrankheiten erhöhen das Risiko für eine Episkleritis ?

Verschiedene Erkrankungen des Auges können das Risiko für eine Lederhautentzündung erhöhen. Beispielsweise kann eine Entzündung der Hornhaut eine sekundäre Episkleritis oder Skleritis auslösen. Auch bei Verletzungen am Auge besteht immer die Möglichkeit, dass Viren und Bakterien eindringen und die Entstehung einer Entzündung fördern. In der Regel besteht jedoch eher eine Verbindung zu Erkrankungen wie Rheuma, Gicht sowie zu entzündlichen Darmerkrankungen, die das Immunsystem schwächen.

Wann sollte ich mit Erkrankungen am Auge einen Arzt aufsuchen?

Bei unklaren Beschwerden am Auge ist es immer ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Denn: Eventuell handelt es sich gar nicht um eine harmlose Episkleritis, sondern um eine Skleritis – also um eine ernsthafte Erkrankung, die sich ohne Therapie negativ auf die Sehkraft auswirken kann. Der Augenarzt führt eine Untersuchung mit der Spaltlampe durch, um eine Diagnose zu stellen und zwischen Episkleritis und Skleritis zu unterscheiden. Besteht der Verdacht auf eine bisher unentdeckte Grunderkrankung, die die Augenkrankheit ausgelöst hat, kann der Arzt im Zuge der Diagnostik weitere Verfahren in die Wege leiten. Mögliche Untersuchungsmethoden sind:

  • Blutbild
  • Immunserologie
  • Infektionsserologie

Eventuell überweist der Augenarzt dich auch an weitere Fachärzte, zum Beispiel an einen Rheumatologen oder einen Allergologen. Denn: Um die Entwicklung der Erkrankung positiv zu beeinflussen und erneute Entzündungen zu verhindern, ist es unerlässlich, die Grunderkrankung ausfindig zu machen und eine geeignete Therapie einzuleiten.

Wie wird eine Episkleritis behandelt?

Bei einer Episkleritis ist in der Regel keine Behandlung notwendig – sie heilt normalerweise innerhalb weniger Tage von allein ab. Dennoch ist es ratsam, einen Experten zurate zu ziehen, um ganz sicherzugehen, dass es sich nicht um eine Skleritis handelt. Ein Augenarzt kann dir zudem entzündungshemmende Augentropfen, Salben oder andere Medikamente verordnen, um die Symptome zu lindern und den Heilungsprozess der Episkleritis zu fördern. Des Weiteren gilt: Nach Abheilen der Episkleritis ist das Risiko für ein erneutes Auftreten erhöht – auch dann ist die Erkrankung jedoch nicht gefährlich und gut behandelbar.

Wie kann ich einer Episkleritis vorbeugen?

Während du einer Bindehautentzündung und anderen Augenerkrankungen gut vorbeugen kannst, so gilt dies für die Lederhautentzündung nicht. Denn: Nur in seltenen Fällen sind Viren oder Bakterien für die Entzündung verantwortlich. Dennoch solltest du auf eine gute Augenhygiene achten – dir also nicht mit schmutzigen Fingern in die Augen fassen. Trägst du Kontaktlinsen, lass dich von einem Augenoptiker bezüglich der korrekten Handhabung beraten, damit keine Krankheitserreger in deine Augen gelangen. Dies gilt insbesondere dann, wenn du Gesundheitsprobleme hast, die sich negativ auf das Immunsystem auswirken. Ausserdem ist es bei Vorerkrankungen wie Rheuma, Gicht oder Morbus Crohn sinnvoll, das Risiko für eine Episkleritis oder Skleritis mit einem Augenarzt zu besprechen.

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