Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Sehstörungen – Symptome, Ursachen und Behandlung

Die Gesundheit der Augen hängt immer von der Funktionalität und Gesundheit des Körpers ab. Treten dort Probleme und Beschwerden auf, kann sich das auch auf die Augen auswirken. Sehstörungen behindern die Wahrnehmung und sind häufig Hinweise auf ernsthafte Erkrankungen. Sie zeigen sich ganz unterschiedlich und benötigen eine frühzeitige Behandlung. So treten sie bei einer Netzhautablösung oder auch einem Schlaganfall genauso auf wie bei kurzzeitigen Kreislaufproblemen.

Was sind Sehstörungen?

Sehstörungen sind durch eine Reihe unterschiedlicher Auslöser bedingt. Einige können durch einen Optiker mit Hilfe einer Brille oder Kontaktlinsen schnell wieder behoben werden, andere benötigen einen chirurgischen Eingriff oder verweisen auf weitere Erkrankungen. Natürlich treten Sehstörungen ab und an auch unter normalen Bedingungen auf, beispielsweise wenn du deinen Körper überanstrengst oder dieser geschwächt ist. Auch mit zunehmendem Alter verändern sich die Augen, sodass die Sicht schlechter wird. Sehstörungen treten bei Weit- und Kurzsichtigkeit auf, bei Migräne und Augenerkrankungen, bei Stress, Tumoren oder Sehnervenentzündungen. Gesprochen wird von Sehstörungen, wenn konkrete Sichtfeldeinschränkungen oder Veränderungen der optischen Wahrnehmung zu erkennen sind. Eine Behandlung ist notwendig, um die Sehschärfe und das Sehvermögen zu prüfen und bei schwerwiegenderen Problemen eine Erblindung zu verhindern. Eine Sehstörung kann sich schleichend über mehrere Jahre entwickeln und auf einem oder beiden Augen auftreten.

Wie äussern sich Sehstörungen?

Sehstörungen äussern sich vielseitig, wobei nicht immer sofort die Ursache sichtbar wird. Sie können vorübergehend auftreten und von selbst wieder abklingen oder das Sehvermögen auch länger beeinflussen. Dabei kann die Sehkraft eingeschränkt sein und sich die Sehschärfe verändern. Bekannte Symptome und Beschwerden zeigen sich als:

  • Lichtblitze
  • Russregen
  • Doppelbilder
  • Zick-Zack-Linien
  • Sternchen
  • Flimmern
  • Schleier
  • Nebel
  • Mückenschwarm
  • Unschärfe
  • Farbfehlsichtigkeit oder Farbblindheit
  • Nachtblindheit
  • Gesichtsfeldausfälle

Treten Lichtblitze, ein Augenflimmern oder Zick-Zack-Linien auf, nennt sich das in der Medizin „Photopsie“. Die Lichtphänomene sind Begleiterscheinungen bestimmter Erkrankungen, können aber auch bei Kopfschmerzen kurzzeitig in Erscheinung treten, dann jedoch weniger ausgeprägt. Solche Erscheinungen verschwinden in der Regel wieder. Ist das nicht der Fall, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da hier auch eine Netzhautablösung vorliegen kann. Doppelbilder, auch Diplopie genannt, sind Nachwirkungen von zu viel Alkohol, aber auch Symptome für Krankheiten. Hier sind Störungen der Hirnnerven oder Augenmuskeln die Ursache, eine Hornhautverkrümmung oder Grauer Star. Das unscharfe Sehen ist die häufigste Beschwerde, die die Sehschärfe beeinflusst und die Wahrnehmung verschwimmen lässt. Es wirkt wie ein Nebel oder Schleier. Solche Symptome treten auch auf, wenn Fehlsichtigkeit vorliegt oder die Augen überanstrengt sind.

Welche Ursachen haben Sehstörungen?

Die Ursachen für Sehstörungen müssen bei einem Augenarzt geklärt werden. Sie können psychisch bedingt sein, beispielsweise bei

  • Stress
  • hoher Belastung,
  • Überanstrengung
  • Übermüdung
  • trockenen Augen
  • Kopfschmerzen

Tanzende Punkte treten im Alter auf, während bei Fehlsichtigkeit die Sicht verschwimmt. Ein Flimmern entsteht auch, wenn die Halswirbelsäule betroffen ist. Das kann sein, wenn du häufig an Nacken- oder Rückenverspannungen leidest. Schwarz vor Augen wird dir, wenn du an einer akuten Unterzuckerung leidest.

Bei welchen Krankheiten treten Sehstörungen auf?

Neben plötzlichen Sehstörungen, die eine harmlose Ursache haben, gibt es Symptome, die auf Krankheiten hindeuten. Das kann bei Diabetes der Fall sein, bei verschiedenen Augenkrankheiten, bei Sehnervenentzündungen, bei Mangeldurchblutungen oder Gefässverschlüssen wie bei einem Schlaganfall, bei Vergiftungen oder Abszessen, bei Hirnblutungen oder Augen- und Hirntumoren. Auch stoffwechselbedingte Ursachen zeigen solche Symptome. Neben Diabetes sind das Schilddrüsenüberfunktionen oder Leberversagen. Weitere Auslöser für Sehstörungen sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Schielen, Hornhautverkrümmung, Glaskörpertrübungen oder Netzhautablösungen.

Wann treten Sehstörungen ohne Erkrankungen auf?

Anhand der Art der Sehstörung lässt sich die Ursache näher eingrenzen, auch in harmlosen Situationen. Du siehst beispielsweise Sternchen, wenn dein Blutdruck zu niedrig ist, und bist mit Kurzsichtigkeit konfrontiert, wenn du ein bestimmtes Alter erreicht hast und eine Brille benötigst. Farbenblindheit oder Nachtsichtigkeit haben genetisch bedingte Ursachen. Auch deine Psyche kann Sehstörungen auslösen oder der verstärkte Konsum von Nikotin oder Alkohol. Selbst eine Mangelernährung führt zu Sehstörungen.

Wie kann Stress Sehstörungen verursachen?

Ein häufiger Grund für Sehstörungen sind Stress und Anspannung. Sie treten bei ehrgeizigen Menschen auf, oder auch wenn der Alltag zu belastend ist. Die psychische Dauerbelastung verursacht eine höhere Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Das verlangsamt die Durchblutung, sodass auch die Aderhaut der Augen irritiert wird. Die Flüssigkeit sammelt sich unter der Netzhaut an und kann sogar kleine Risse verursachen. Dann tritt die Flüssigkeit aus und deine Sicht verschwimmt. Häufig verursacht Stress eine verzerrte Farbwahrnehmung, graue Flecken im Gesichtsfeld oder Leseprobleme.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es bei Sehstörungen?

Nicht jede Sehstörung verschwindet wieder oder kann von selbst auskuriert werden. Lediglich bei Stress lässt sich ein auftretendes Flimmern durch Entspannung reduzieren. Du solltest darauf achten, einen möglichst ausgeglichenen Insulinspiegel zu haben und viel zu trinken. Ernähre dich ausgewogen und versorge den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Sehstörungen kann der Augenarzt behandeln, wenn die Ursache geklärt ist. Untersucht werden die Sehschärfe, die Augenbewegungen und die allgemeine Wahrnehmung. Bestimmte Sehprobleme und Krankheiten müssen in der Neurologie behandelt werden. Wenn die Sicht unscharf wird, hilft meistens das Verschreiben einer Brille oder das Tragen von Kontaktlinsen. Manchmal ist auch ein operativer Eingriff notwendig, um die Sehschärfe zu korrigieren. Entzündungen und ein erhöhter Augeninnendruck werden medikamentös behandelt. Bei Grauem Star hilft in der Regel eine Operation, um Blindheit zu vermeiden.