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Synechien – Verwachsungen und Verklebungen, die an vielen Organen auftreten können

Synechien – Verwachsungen und Verklebungen, die an vielen Organen auftreten können

Als Synechien werden Verbindungen unterschiedlicher Gewebe bezeichne, die normalerweise voneinander abgegrenzt sind. Das betrifft besonders dünne bindegewebige Schichten, die die Organe auskleiden und einhüllen. Sie dienen gleichzeitig als Befestigung und gewährleisten, dass Organe und Geweben gegeneinander verschiebbar bleiben. Bei starken Vernarbungen, zum Beispiel nach Operationen, können die Verwachsungen auch relative dicke Bindegewebsstränge entwickeln. Die Gründe für die Bildung von Synechien sind vielfältig, ebenso die betroffenen Organe. Ob jemand darunter leidet und wie stark sich Einschränkungen durch die Symptome auswirken, ist nicht generell zu beantworten. Manche Probleme verschwinden von selbst, andere erfordern medizinische Eingriffe wie die Durchtrennung der Stränge.

Welche Ursachen von Verwachsungen und Verklebungen sind bekannt?

Man unterscheidet zwischen erworbenen und natürlichen Synechien. Zu letzteren gehört die Verklebung der Vorhaut mit der Eichel bei kleinen Jungen. Diese löst sich mit der Zeit normalerweise von selbst. Erworbene Synechien entstehen meistens bei Verletzungen, Operationen oder durch Entzündungen.

Welche Organe sind am häufigsten von Synechien betroffen?

Häufig tritt eine Verklebung bei Entzündungen der dünnen, feuchten Membranen auf, welche die Körperhöhlen umgeben oder Organe umhüllen. Wenn die Verklebung fünf Tage und länger bestehen bleibt, bilden sich Bindegewebszellen, die die beiden Gewebe miteinander verwachsen lassen. Dies geschieht etwa an folgenden Orten:

  • Rippenfell
  • Bauchfell
  • Darm
  • Herzbeutel

Häufig von Synechien betroffene Organe sind:

  • Augen
  • Geschlechtsorgane
  • Darm

Was passiert bei Synechien im Bereich von Aderhaut, Netzhaut und Iris?

Synechien im Auge sind meistens die Folge einer Verletzung oder einer Uveitis (Entzündung der Augenhaut). Die Augenhaut besteht aus der Aderhaut (Choroidea), dem ringförmigen Strahlen- oder Ziliarkörper und der Regenbogenhaut (Iris). Entzündet sich beispielsweise die Iris bei einer Iritis, kann diese als Komplikation mit der vorderen Fläche der Linse verkleben. Auch kann die Irisblende mit der Hornhaut verkleben.

Welche Folgen können Verklebungen im Auge haben?

  • Bleibt die Verklebung bei einer Iritis bestehen, kann sich die Pupille in der Regel nicht mehr in ihrer runden Form öffnen. Sie verzieht sich in diesem Fall unregelmässig.
  • Wenn die Synechien die Zirkulation des Kammerwassers behindern, kann sich dadurch der Augeninnendruck erhöhen. Dann drückt das Kammerwasser auf den Sehnerv, der sich hinten am Auge befindet.
  • Ausserdem wird die Blutversorgung des Auges durch die Aderhaut gestört. Die feinen Versorgungsleitungen der empfindlichen Netzhautzellen, deren Aufgabe es ist, die Lichtreize aufzunehmen und weiterzuleiten, erhalten dann für ihre Arbeit nicht mehr genügend Nährstoffe und Sauerstoff.
  • Auch eine Trübung der Linse (Katarakt) kann eintreten. Du siehst dann unscharf und verschwommen.

Mit medikamentösen Therapien lassen sich meist nur kleinere verklebte Stellen im Auge lösen. Entscheidend ist die Vorbeugung.

Wie beuge ich Synechien beim Auge vor?

Die Prophylaxe von Verklebungen ist besonders wichtig. Zunächst wird die Entzündung als auslösendes Moment behandelt. Je länger sie andauert, desto grösser ist die Gefahr von bleibenden Veränderungen. Von Uveitis spricht man, wenn vor allem Iris und Ziliarmuskel betroffen sind. Berührt die Entzündung nur die vordere Augenkammer, spricht man von Iritis. Eine Iritis wird in der Regel nicht von Bakterien und Viren verursacht. Sie ist oft eine Immunreaktion, die in Verbindung mit anderen Entzündungen im Körper auftritt. Daher erfolgt die Behandlung häufig mit cortisonhaltigen Augensalben, bei leichteren Fällen auch mit cortisonfreien Tropfen, die entzündungshemmend wirken. Zusätzlich werden eventuell Tropfen verordnet, welche die Pupille erweitern.

Wie gefährlich sind Verklebungen am und im Auge?

Werden Synechien im Auge nicht behandelt, kann die Linse sich eintrüben. Es existieren keine Medikamente, die eine solche Trübung rückgängig machen können. Die einzige Option ist dann die Entfernung der Linse. Das ist ein häufiger Eingriff in der Augenheilkunde. Die fehlende Funktion der Linse wird mittels Kontaktlinsen oder einer Starbrille kompensiert. Auch ist es möglich, eine künstliche Linse einzupflanzen. Wenn ein erhöhter Augeninnendruck über längere Zeit bestehen bleibt, führt das zu einer irreversiblen Schädigung von Sehnerv und Netzhaut (Glaukom). Dann besteht die Gefahr der Erblindung.

Welche Erkrankung verbirgt sich hinter dem Asherman-Syndrom?

Als Asherman- oder Fritsch-Asherman-Syndrom werden Synechien in der Gebärmutter bezeichnet. Häufig bestehen Zusammenhänge mit einer Ausschabung (Kürettage) nach einer Fehlgeburt oder einem Kaiserschnitt. Auch eine Endometriose (gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut) kann Verwachsungen in der Gebärmutter bewirken. Das kann lange unbemerkt bleiben. Im Laufe der Zeit verhärten sich die betreffenden Stellen aber oft. Sie können dann zahlreiche schmerzende Beschwerden hervorrufen sowie zu Unfruchtbarkeit und Störungen der sexuellen Funktion führen. Dem kann postoperativ vorgebeugt werden durch Adhäsionsbarrieren. Das sind Flüssigkeiten oder Gele, die die Berührung und das Aneinanderkleben der verwundeten Gewebe verhindern sollen. Die Diagnose und die Unterscheidung dieses speziellen Syndroms von anderen Erkrankungen erfolgt mittels einer Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung). Dabei kann der Arzt im günstigsten Fall gleich die Verwachsungen durchtrennen und die Gebärmutterhöhle wieder herstellen.

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