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Das innere des Augapfels besteht zum Grossteil aus dem Glaskörper. Dieser liegt zwischen Augenlinse und Netzhaut und gibt dem Auge unter anderem seine Form. Im vorderen Bereich des Auges liegen zwei Augenkammern. Die vordere Augenkammer liegt zwischen Hornhaut und Iris und die hintere füllt den Raum zwischen Iris und Augenlinse. Diese beiden Räume sind mit Kammerwasser gefüllt, das von den Ziliarkörpern gebildet und später über die Blutgefässe wieder abtransportiert wird. Das Kammerwasser ist wichtig, da es Iris, Linse und Hornhaut mit den nötigen Nährstoffen versorgt. In der Regel herrscht ein konstantes Gleichgewicht zwischen der Bildung und dem Abtransport von Kammerwasser, wodurch der Augeninnendruck bei einem gesunden Menschen relativ konstant bleibt. Der Augeninnendruck sollte sich zwischen zehn und maximal 20 Millimeter Quecksilbersäule bewegen. Steigt er auf mehr als 24 Millimeter Quecksilbersäule, spricht der Augenarzt von einer okulären Hypertension und ein erhöhter Augendruck liegt vor.
Ein hoher Augeninnendruck kann viele Ursachen haben. In der Regel handelt es sich jedoch nicht um eine Überproduktion von Kammerwasser, sondern um einen gestörten Abfluss innerhalb der Augenkammern. Folgende Faktoren können dabei eine Rolle spielen:
Verschiedene Vorerkrankungen, Gewohnheiten und andere Faktoren können das Risiko für erhöhten Augendruck negativ beeinflussen:
Bei einigen Personen spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle. Falls es in deiner Familie bereits Betroffene gibt, solltest du daher noch stärker auf dieses Problem achten und die Früherkennung nutzen.
Ein erhöhter Augendruck macht sich oft nicht sofort bemerkbar. Häufig leben Patienten lange ohne jegliche Symptome. Erst wenn der Augeninnendruck einen kritischen Wert überschritten hat und länger anhält, können sich folgende Beschwerden und Symptome zeigen:
Betroffene können Objekte doppelt sehen oder andere Beeinträchtigungen der optischen Wahrnehmung erleben.
Steigt der Augeninnendruck zu sehr an, dann erhöht sich auch der Druck auf andere Bereiche des Auges. Diese können eingeklemmt oder vollständig abgedrückt werden. Bei einem Glaukom kommt es zum Beispiel zu einer Schädigung von Sehnerv und Netzhaut. Darüber hinaus kann ein erhöhter Augendruck auch andere Augenkrankheiten begünstigen. So steigt bei hohem Augeninnendruck das Risiko für einen retinalen Venenverschluss. Hierbei handelt es sich um eine Art Schlaganfall im Auge, der in besonders schweren Fällen zur Netzhautablösung und Erblindung führen kann.
Nachdem die Diagnose erhöhter Augendruck mithilfe des Messverfahrens Tonometrie gestellt wurde, muss der Augenarzt so schnell wie möglich versuchen, den Innendruck wieder in einen normalen Bereich abzusenken. Früherkennung ist in diesen Fällen besonders wichtig, denn je länger der Druck auf Sehnerven, Netzhaut und Blutgefässe anhält, desto höher die Gefahr einer dauerhaften Schädigung. Bei der medikamentösen Therapie versucht der Arzt, entweder die Produktion von Kammerwasser zu drosseln oder den Abfluss zu steigern. Helfen die Medikamente nicht oder liegen akute Fälle vor, sind Laserbehandlungen oder Operationen sinnvoller. Die Laserbehandlung ist jedoch keine dauerhafte Lösung. Seit einigen Jahren gibt es für Risikopatienten die Möglichkeit einer Operation. Dabei wird ein kleines Implantat eingesetzt, über das überschüssiges Kammerwasser abfliessen kann. Haben sich bereits Beeinträchtigungen des Sehvermögens abgezeichnet, kann eine zusätzliche Behandlung bei einem Orthoptiker nötig sein. Die Orthoptik oder auch Sehschule befasst sich mit verschiedenen Sehstörungen, darunter auch Gesichtsfeldausfällen, und therapiert diese in gezielten Trainingseinheiten.
Zwischen Insulinspiegel und Augeninnendruck besteht ein enges Verhältnis. Steigt der Insulinspiegel im Körper, dann erhöht sich auch der Augendruck. Daher gehören Diabetiker auch zur Risikogruppe für erhöhten Augendruck. Du solltest bei deiner Ernährung darauf achten, den Insulinspiegel möglichst konstant halten und nicht zu stark in die Höhe treiben. Darüber hinaus solltest du auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Antioxidantien und augenfreundlichen Nährstoffen wie Vitamin C und Karotinoiden achten. Den Konsum von Nikotin, Alkohol und Koffein solltest du hingegen soweit wie möglich senken, da sie den Augendruck erhöhen können. Darüber hinaus können Augenübungen, Sport und Entspannungsmethoden wie Yoga oder Meditation ebenfalls einen positiven Einfluss ausüben.
Die Hypermetropie, auch Hyperopie genannt, ist eine Form der Fehlsichtigkeit, die häufig erst mit zunehmendem Alter diagnostiziert wird. Doch warum machen sich die Störungen in der Sehschärfe erst so spät bemerkbar und welche Ursachen gibt es für die Übersichtigkeit? Alle wichtigen Informationen und die häufigsten Fragen zum Thema Hyperopie beantworten wir dir im nachfolgenden Artikel.
Leidest du unter einem Verlust des Gesichtsfeldes, siehst du schwarze Flecken oder Blitze vor deinen Augen? Dann könnte eine Netzhautablösung vorliegen, die schnellstmöglich operativ behandelt werden muss. Aber auch Erkrankungen wie die Makuladegeneration oder eine diabetische Retinopathie machen eine Vitrektomie – wie Ärzte die Operation am Glaskörper des Auges bezeichnen – notwendig. Vielleicht hat dein Augenarzt bereits festgestellt, dass ein solcher Eingriff bei dir unabdingbar ist. In diesem Artikel erklären wir, was eine Vitrektomie ist, wie sie durchgeführt wird, was dich als Patienten erwartet, welche Risiken und Komplikationen auftreten können – und worauf du anschliessend besonders achten solltest.
Du trägst deine Brille gern und möchtest nur zu bestimmten Anlässen auf Kontaktlinsen zurückgreifen? Dies kann eine besondere Feier oder auch ein sportliches Ereignis sein, bei dem dich deine Brille stören könnte. In diesem Fall sind Tageslinsen die erste Wahl. Sie sind bereits recht preisgünstig erhältlich und können sogar eine Hornhautverkrümmung korrigieren. Tageslinsen trägst du im Vergleich zu Monatslinsen nur einen Tag lang und wirfst sie am Abend weg. So sparst du dir den Kauf von teuren Pflegemitteln und den Zeitaufwand für die Reinigung.
Nystagmus ist umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung Augenzittern bekannt. Es handelt sich um eine häufige Augenerkrankung – genau genommen sogar um eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Augenheilkunde. Betroffene leiden nicht nur unter den Augenzuckungen, sondern oftmals auch unter Begleitsymptomen wie Schwindel oder Übelkeit. Auch die psychische Belastung, die vor allem dann auftritt, wenn der Nystagmus für jedermann sichtbar ist, ist nicht zu vernachlässigen. Einen Überblick über typische Auslöser von Nystagmus, Informationen zur Behandlung und vieles mehr findest du im nachfolgenden Artikel.
Gleitsichtbrillen vereinen mehrere Funktionen in einer Sehhilfe – nämlich verschiedene Sehstärken im oberen, mittleren und unteren Bereich der Gläser. Wer kurzsichtig ist und gleichzeitig an zunehmender Altersweitsichtigkeit leidet, kann mit ein und derselben Brille lesen und in zwei Entfernungen scharf sehen: In die Nähe und in die Ferne. Der lästige Wechsel zwischen der normalen und der Lesebrille entfällt. Kontaktlinsen können das nicht, denn sie sitzen direkt auf dem Augapfel und bewegen sich mit ihm. Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Träger mit ihrer Gleitsichtbrille zufrieden. Probleme treten durchaus anfangs kurz auf, verschwinden überwiegend aber nach einer Eingewöhnungszeit.
Die eigene Brille ist ein eigenständiges Persönlichkeitsmerkmal. Sie wirkt durch eine moderne Brillenfassung optisch eindrucksvoll und erhöht gleichzeitig den Tragekomfort. Die Materialien, die Farbe und die Form spielen dabei eine wichtige Rolle. Dazu lässt sich die Brille exakt auf die Gesichtsform abstimmen. Alles Wissenswerte über Brillenfassungen gibt es hier.