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Gleitsichtbrillen bringen mehr Komfort beim Sehen im Fern- und Nahbereich

Gleitsichtbrillen vereinen mehrere Funktionen in einer Sehhilfe – nämlich verschiedene Sehstärken im oberen, mittleren und unteren Bereich der Gläser. Wer kurzsichtig ist und gleichzeitig an zunehmender Altersweitsichtigkeit leidet, kann mit ein und derselben Brille lesen und in zwei Entfernungen scharf sehen: In die Nähe und in die Ferne. Der lästige Wechsel zwischen der normalen und der Lesebrille entfällt. Kontaktlinsen können das nicht, denn sie sitzen direkt auf dem Augapfel und bewegen sich mit ihm. Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Träger mit ihrer Gleitsichtbrille zufrieden. Probleme treten durchaus anfangs kurz auf, verschwinden überwiegend aber nach einer Eingewöhnungszeit.

Welche Beschwerden können Gleitsichtgläser verursachen?

Einige Menschen vertragen Gleitsichtgläser tatsächlich gar nicht. Eventuell gehörst du dazu, wenn du trotz optimal angepasster Brillengläser auch nach längerer Eingewöhnungszeit noch folgende Symptome hast:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Nackensteife
  • Schulterverspannungen
  • Müde, gereizte Augen

Wie lange dauert es, sich an die Brillengläser zu gewöhnen?

Wenn du eine neue Gleitsichtbrille hast, stellst du fest, dass sich das gesamte Sehen verändert hat. Das ist kein Fehler in der Anpassung deiner Brille, sondern ganz normal. Sowohl du als auch dein Gehirn müssen nun lernen, anders zu sehen. Deine Aufgabe ist es, nicht mehr den Kopf zu senken und zu heben, wenn du zwischen Nah- und Fernsicht wechselst. Du hebst und senkst jetzt nur noch den Blick, damit deine Augen durch die richtige Zone der Brillengläser sehen. Dein Gehirn lernt ausserdem, sich auf die neue Sicht und insbesondere Unschärfen am Rand und in der Gleitzone einzustellen und sie als normal anzuerkennen. Bei etwa zwei Dritteln der Träger von Gleitsichtbrillen dauert das sogar nur eine Woche. In Ausnahmefällen ist eine Eingewöhnungszeit von einem halben Jahr möglich. Wichtig ist, konsequent zu bleiben. Wenn du zwischendurch immer wieder deine alte Einstärkenbrille aufsetzt, weil es sich besser anfühlt, zerstörst du den Trainingseffekt.

Wie berät ein Optiker Kunden zu Gleitsichtbrillen?

Gerade wenn du deine erste Gleitsichtbrille aussuchst, ist eine fundierte Beratung durch einen erfahrenen Optiker sehr wertvoll. Du brauchst zuverlässige Aufklärung darüber, welche Möglichkeiten zur Korrektur deiner individuellen Fehlsichtigkeiten die Brillengläser bieten. Ein erfahrener Optiker wird dir genau erklären, wie sich deine Sicht im Nah- und Fernbereich und im Übergang dazwischen verändern wird und dir die Vorteile verschiedener Gläser erläutern. Ausserdem hilft dir der Optiker bei der Auswahl einer Brillenfassung und bereitet dich auf die Eingewöhnungsphase vor.

Eignen sich Gleitsichtbrillen für jede Sehstärke?

Im Prinzip lassen sich Gleitsichtbrillen für nahezu jede Stärke herstellen. Der Bereich des Möglichen erstreckt sich von minus zehn bis plus zehn Dioptrien. Grössere Fehlsichtigkeiten sind recht selten. Tatsächlich wirst du aber mit einer Gleitsichtbrille umso besser zurechtkommen, je geringer deine Dioptrienwerte sind. Wenn du dir über die Zahl nicht sicher bist, aber schon eine Brille trägst, wirf einen kurzen Blick in deinen Brillenpass. Dort ist deine Sehstärke vermerkt.

Was ist mit einer Gleitsichtbrille nicht optimal zu sehen?

Die Gleitsichtbrille ist ein Kompromiss. Das Modell für alle Gelegenheiten kann nicht in jeder Situation für optimale Sicht sorgen. Daher gibt es Spezialfälle, in denen die Sicht mit passenden Einstärkenbrillen oder Kontaktlinsen oft besser ist:

  • Treppensteigen, Laufen in schwierigem Gelände und Benutzen von Rolltreppen
  • Fernsehen und Bildschirmarbeit, wenn der Monitor sehr niedrig platziert ist
  • Sport, der mit vielen, schnellen Richtungswechseln verbunden ist
  • Autofahren

Wieso leiden Menschen gleichzeitig an Weit- und Kurzsichtigkeit?

Der typische Träger einer Gleitsichtbrille war sein ganzes Leben lang schon kurzsichtig, meistens aufgrund einer Verformung der Hornhaut beziehungsweise des Augapfels oder einer ähnlichen Anomalie. Diese Kurzsichtigkeit ist in den meisten Fällen angeboren und unveränderlich. Bei vielen Menschen, die deshalb eine Sehhilfe zur Korrektur der Kurzsichtigkeit benötigen, kommt im Laufe der Zeit die sogenannte Altersweitsichtigkeit dazu. Sie kann tatsächlich die Kurzsichtigkeit vorübergehend mildern, aber dauerhaft ist dieser Effekt nicht. Die Altersweitsichtigkeit beruht nicht auf der physischen Beschaffenheit des Augapfels, sondern liegt an seiner altersgemäss verringerten Beweglichkeit. Die Muskeln am Augapfel verlieren an Elastizität und so kann der Altersweitsichtige den Fokus im Nahbereich einfach nicht mehr scharf stellen. Deshalb ist es völlig normal, wenn du gleichzeitig an Weit- und Kurzsichtigkeit leidest.

Welche Brillenfassung passt zu Gleitsichtgläsern?

Wenn du dir dein Brillengestell bisher vielleicht nach Form, Farbe und Stil ausgesucht hast, damit es zu deinem Look passt, wirst du jetzt ein wenig umdenken müssen. Die Sichtzonen und die Gleitzonen von Gleitsichtbrillen sind so geformt, dass einige Brillenfassungen nicht gut dazu passen, weil entscheidende Bereiche zu klein sind. Grundsätzlich ist ein Minimum an Höhe und Breite notwendig, um ein Gleitsichtglas optimal nutzen zu können. Sehr kleine Gläser, wie zum Beispiel bei der typischen Nickelbrille, sind ungeeignet. Um den Nahbereich durch den unteren Teil des Glases gut erkennen zu können, brauchst du ausserdem eine Fassung, die weit genug in Richtung der Wangen verläuft. Viele Brillenträger empfinden eine im unteren Bereich randlose Fassung als sehr angenehm.

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