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Pupillenkontrolle – für die zuverlässige Aussage über den Patientenzustand

Pupillenkontrolle – für die zuverlässige Aussage über den Patientenzustand

Die Pupille ist die Öffnung in der Mitte der Augen, die von der Regenbogenhaut umgeben ist. Sie ermöglicht den Sehprozess und steuert die Menge des Lichteinfalls, in dem sie ihre Grösse ändert. Das gestattet eine optimale Abbildung der gesehenen Objekte. Beim Augenarzt wird der Pupillenstatus kontrolliert, um mögliche Augenerkrankungen zu diagnostizieren oder neurologische Befunde zu ermöglichen. Liegen sie vor, reagiert die Pupille auf Licht nicht so, wie sie soll. Alles Wichtige ur Pupillenkontrolle erfährst du hier.

Was ist die natürliche Pupillenweite?

Deine Pupille hat normalerweise eine Weite zwischen einem und acht Millimeter. Bei Helligkeit und Tageslicht entsteht eine Miose, eine Engstellung der Pupille, bei Dunkelheit die Mydriase, eine Erweiterung der Pupille. Über die Pupillenkontrolle mittels Pupillenleuchte kann der Augenarzt den Pupillenstatus genau ermitteln, indem er kontrolliert, wie sie auf Licht reagiert. Wenn du naheliegende Objekte betrachtest, stellen sich deine Pupillen enger, da so die Tiefenschärfe erhöht wird. Dabei zeichnet sich der Durchmesser der Pupille bei beiden Augen durch Gleichmässigkeit aus. Geringere Abweichungen sind noch kein Anzeichen für Erkrankungen. Zu einer Pupillenerweiterung kommt es im Normalfall bei Emotionen wie:

  • Angst
  • Stress
  • Freude
  • Erschrecken

Zu einer Verengung der Pupillen führen:

  • Ermüdung
  • Erschöpfung
  • Schlaf

Was ist die Pupillenkontrolle?

Neben der Anamnese ist die Kontrolle der Pupillen wichtig, um Hinweise auf neurologische Störungen oder Augenverletzungen zu erhalten. Die Pupillenkontrolle wird auch in Notfällen durchgeführt, um den Bewusstseinszustand des Patienten zu ermitteln. Sie ist eine ergänzende Untersuchung des Pupillenstatus und wird entweder mit einer Pupillenleuchte oder einer kleinen Taschenlampe durchgeführt. Wichtig ist die Pupillenkontrolle bei einer Untersuchung des Kopfes, der Augen oder um den Zustand des Patienten genauer einschätzen zu können.

Was bewirkt eine Pupillenleuchte?

Die Pupillenleuchte ist ein diagnostisches Gerät, das in der Anwendung die Überprüfung des Pupillenreflexes gestattet. Die Pupille wird beleuchtet, um zu erfassen, ob sie sofort oder verzögert reagiert. Möglich ist auch ein langsames Zusammenziehen. Wenn eine Verengung stattfindet, sollte das im zweiten Auge, das danach beleuchtet wird, ebenfalls geschehen. Eine verlangsamte Reaktion deutet oft auf eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff oder auf eine Vergiftung hin.

Wie lässt sich der Pupillenstatus der Augen kontrollieren?

Bei der Pupillenkontrolle wird mit einer Pupillenleuchte die Reaktion der Pupille auf den Lichteinfall bewertet. Kommt es zu einer verlangsamten Reaktion ist das bei der Anamnese genauso ein Hinweis auf Probleme wie eine Seitendifferenz, entrundete oder enge Pupillen, die auf das Licht nicht reagieren. Die Kontrolle erlaubt Einschätzungen über degenerative Augenerkrankungen, die ansonsten die Verdachtsdiagnose im Notfall beeinträchtigen würden. Ähnlich ist das, wenn der Patient zuvor Sedative oder Barbiturate eingenommen hat. Ein Routinetest der Lichtreaktion der Pupille in der Augenheilkunde ist der Pupillen-Wechselbelichtungstest. Er erlaubt dem Augenarzt, die Pupillenafferenz zu kontrollieren und zu beurteilen, also die Gesamtheit aller von den Rezeptoren und Sinnesorganen auslaufenden Nervenfasern zum Zentralnervensystem. Die Beleuchtung findet im abgedunkelten Raum abwechselnd und mehrfach in beide Augen statt. Das gestattet die Einschätzung der Geschwindigkeit der Pupillenreaktion und die Engstellung oder Erweiterung bei Beleuchtung.

Was besagt die Pupillenreaktion?

Die Ermittlung der Pupillenreaktion erfolgt auf der Basis bestimmter Massnahmen. Als asymmetrisch gelten Pupillen dann, wenn ihr Unterschied mehr als einen Millimeter umfasst. Medizinisch wird das Pupillendifferenz genannt. Liegt eine verzögerte Reaktion vor, kann es sich um eine Gehirnunterversorgung oder Intoxikation handeln. Zeigen sich entrundete Pupillen, ist das ein Hinweis auf eine Läsion der Gehirnnerven oder der steuernden Gehirnregion oder auf einen Kreislaufstillstand. Weist dein Auge eine Seitendifferenz auf, ist ebenfalls eine Läsion des Gehirns, des steuernden Nervs oder eine Unterversorgung mit Sauerstoff der Fall. Enge Pupillen deuten allgemein auf eine Vergiftung, beispielsweise durch Opiate, hin.

Wie verbessert die Pupille die Abbildung?

Die Form und Weite deiner Pupillen wird über die Muskeln der Iris bestimmt und erfolgt je nach Lichteinfall. Damit die Abbildung eines nahen Objekts schärfer und klarer wird, zieht sich diese Muskulatur zusammen und die Pupille verengt sich. Das ist der gleiche Effekt wie bei der Blende einer Fotokamera. Dabei werden störende Randstrahlen vermindert, was zu einer schärferen Abbildung führt. Gleiches geschieht, wenn eine rasche Zunahme der Leuchtdichte der Umgebung stattfindet, die du betrachtest. Auch sie bewirkt die Verengung der Pupillen.

Wann liegen Störungen der Pupillenreaktion vor?

Der Augenarzt kann für die Durchführung der Pupillenkontrolle mit Licht auch zusätzlich spezielle Augentropfen für die Diagnose verwenden. Diese sorgen für eine Erweiterung der Pupillen, die eine Untersuchung des Auges erleichtert. Abhängig ist die Behandlung jedoch immer von der Ursache. Störungen werden durch viele Auslöser und Erkrankungen bewirkt. Ebenso verändert die Einnahme von Medikamenten oder Drogen die Pupillenweite. Bei Schädigungen im Bereich des vegetativen Nervensystems entsteht eine Pupillenverengung mit herabhängendem Oberlid. Diese Störung wird Horner-Syndrom genannt und tritt auf bei:

  • Verletzungen
  • Entzündungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Tumoren
  • Blutgefässerweiterungen

Weitere Störungen zeigen sich durch eine Pupillenstarre, die in die absolute, reflektorische und amaurotische Pupillenstarre unterscheiden werden. Bei der absoluten Pupillenstarre ist der Pupillenreflex komplett aufgehoben, beispielsweise bei Blutungen, Tumoren oder Entzündungen. Bei der reflektorischen Starre bleibt die Weite beider Pupillen unverändert, während die Konvergenz intakt ist. Das bedeutet, wenn du einen Gegenstand fixierst, verengen sich die Pupillen. Die amaurotische Pupillenstarre liegt bei Erblindung, einer Netzhautablösung oder einer Sehnerv-Schädigungen vor.

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